Die wohl größte Strategie-Reihe bekommt ein riesiges AddOn. Sollte man als Strategie-Fan auf jeden Fall gespielt haben… vor allem, wenn sie wirklich gut ist!

In Sid Meier’s Civilization 6: Gathering Storm gibt es viele kleine Neuerungen und Verbesserungen, die größte sollte allerdings die wechselhafte Umwelt sein. Es gibt Tornados, Schneestürme, Vulkanausbrüche, Überflutungen und weitere Naturkatastrophen – deshalb sollte man es sich lieber zwei mal überlegen, neben einer Vulkankette zu siedeln. Wenn das Reich von solch einer Katastrophe heimgesucht wird, werden Geländefelder beschädigt und im schlimmsten Fall sterben Bürger. Bei Überflutungen und Vulkanausbrüchen können umliegende Geländefelder dafür an Fruchtbarkeit gewinnen.

So geht Umweltschutz: Im Hintergrund sind Windräder

Ein Feature, welches wirklich strategische Planung erfordert, ist die Elektrizität. Für spätere Gebäude wie Forschungseinrichtungen und Börsen wird für die volle Effizienz Strom benötigt. Diesen kann man im Endgame mit erneuerbaren Energien wie Wind- und Wasserkraft, sowie mit Solarzellen erzeugen. Anfangs bleibt Kohle die einzige Option, welche natürlich alles andere als umweltfreundlich ist. Die folgenden Ölkraftwerke sind schon etwas besser, mit Atomkraftwerken kann man nochmal etwas später sehr viel Strom aus Uran erzeugen, allerdings herrscht das Risiko auf einen Super-Gau. Diese drei Optionen bleiben langfristig keine Lösung, da sie sehr umweltschädlich sind. Denn mit hoher Umweltbelastung wird die Erde wärmer, das Eis schmilzt und der Meeresspiegel erhöht sich. Im Klima-Fenster kann man sehen, welche Nationen die größten Umweltsünder sind und wie weit die Meere schon angestiegen sind. Deshalb sollte man im späteren Spielverlauf unbedingt auf erneuerbare Energien umsteigen.

Neben den vielen neuen Forschungs- und Ausrichtungsprojekten gibt es wie in Civ 5 den Weltkongress, in dem verschiedene weltweite Regelungen getroffen werden können. So kann Ressource X für 30 Runden wertlos werden oder Spieler Y erhält zwei Diplomatie Siegpunkte. Leider werden noch nicht entdeckte Zivilisationen im Kongress als „Unbekannt“ bezeichnet, man entdeckt also noch keinen Kontakt zu ihnen knüpfen.

Das Eis schmilzt und schmilzt…

Mit dem Weltkongress können auch globale Wettkämpfe ausgetragen werden. So muss man innerhalb von 30 Runden manchmal die meisten Große Persönlichkeiten-Punkte bekommen oder von Naturkatastrophen heimgesuchten Zivilisationen helfen – man selber kann in besonders schlimmen Fällen auch Hilfe beantragen. Leider sind die Belohnungen im Weltkongress eher mittelmäßig. Oft bekommt man lediglich diplomatische Gunst als Belohnung, die im Weltkongress für Abstimmungen ausgegeben oder gehandelt werden kann. Außerdem sind die Vorschläge im regulären Weltkongress, der alle 30 Runden stattfindet, zufällig. So geht etwas Komplexität verloren.

Für den stolzen Preis von 40 € wird einiges geboten. Lohnt es sich also? Nun, wer ein anspruchsvolleres und komplexeres Civilization 6 möchte, sollte bei Gathering Storm zuschlagen. Wer lieber fröhlich vor sich hin klickt, kann auf einen Sale warten. Dennoch: Für Civilization- und Strategie-Fans ein Muss!

Pro & Contra

+ Viele gute Ideen
+ Komplexes Klima-System
+ Weltkongress…

– …der zu wenig bietet

Hast du das neue AddOn schon ausprobiert?

Wertung

Spielspaß 47/50
Civilization 6: Gathering Storm macht das Spiel nochmal besser, da die neuen Features perfekt in das bereits bestehende Spiel passen

Grafik & Design 19/20 
Weiterhin tolle Grafik – Menüs sind übersichtlich

Sound & Musik 9/10 
Tolle Musik und gute Soundeffekte bei Umweltkatastrophen, neue Zivilisationen schön synchronisiert

Technik 5/5 
Keine Bugs oder Abstürze

Preis/Leistung 3/5 
40 € sind happig, Gelegenheitsspieler sollten auf einen Sale warten

Support 4/5 
Modsupport, bisher keine Updates nach Release

Spieleinstieg 5/5 
Gutes Tutorial, komplexe Zivilopädie

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